6 Laufstrecken in Bremen, die ihr kennen solltet

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Lea Scholz

Im Wald, am Wasser oder im Park – viele Strecken in Bremen eignen sich perfekt zum Joggen. Dabei ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eine passende Trainingsstrecke dabei. Wir stellen euch die schönsten Routen in der Stadt und im näheren Umland vor. Von urbanen Pfaden entlang der Weser bis hin zu langgezogenen Wegen zwischen grünen Wiesen.

Bürgerpark

Na klar – Bremens größte Grünfläche kommt uns natürlich als Erstes in den Sinn, wenn es darum geht, Beine und Körper in Bewegung zu bringen. Der Bürgerpark liegt mitten in der Stadt zwischen Findorff, Schwachhausen und der Bahnhofsvorstadt und ist aus allen Richtungen gut zu erreichen. Wer kann, sollte mit dem Rad oder der Straßenbahn anreisen und einfach an der nächstgelegenen Ecke mit dem Laufen starten. Nahegelegene Parkplätze gibt es unter anderem am südwestlichen Ende auf der Bürgerweide.

Im Park angekommen, erstreckt sich ein Jogging-Paradies auf 200 Hektar Gesamtfläche. Zahlreiche Haupt- und Seitenwege durchziehen den Park, sodass sich die Strecke bei jedem Besuch variieren lässt. 2 Kilometer können hier genauso gut gelaufen werden wie 15 Kilometer – ohne dass man viele Wege doppelt laufen muss. Wem zwischendurch nach einer kleinen Pause zumute ist, kann sich unterwegs in der Meierei eine Erfrischung genehmigen oder dem Tiergehege in der Mitte des Parks einen Besuch abstatten. Der Bürgerpark ist die erste Anlaufstelle für alle Läufer vom blutigen Anfänger bis hin zum Spitzensportler.

Finnbahn

Die Finnbahn liegt im Stadtwald oberhalb des Bürgerparks. Aus Schwachhausen kommend, gibt es hier sogar einen kleinen Parkplatz, der bei schönem Wetter allerdings auch schnell voll ist. Die Finnbahn wurde speziell für Läufer angelegt und mit einem gelenkschonenden Untergrund ausgestattet. Der Rundkurs hat eine Länge von 1,667 Kilometern und eignet sich daher perfekt für Anfänger. Drei Runden ergeben 5 Kilometer. So kann man während des Laufens gut abschätzen, welche Strecke man bereits zurückgelegt hat.

Rhodo-Park

Wer sich beim Laufen ganz und gar auf sich selbst und nicht auf die Umgebung konzentrieren möchte, der ist im Rhododendronpark falsch aufgehoben. Denn je nach Jahreszeit könnte es passieren, dass man einfach stehen bleibt, um die Schönheit der Blütenpracht zu bewundern.

Spaß beiseite – der Rhododendronpark ist natürlich gerade aufgrund seiner Pflanzenwelt ein beliebtes Ziel für Läuferinnen und Läufer. Der Eintritt ist frei und man kann sich nach Belieben seinen Weg durch den Park vorbei an verschiedenen Themengärten und kleinen Gewässern bahnen. Einmal außen rum gelaufen, sollte man die 5 Kilometer auf dem Tacho voll bekommen.

Ihr erreicht den Park in Bremen-Horn mit der Buslinie 31 (Haltestelle Marcusallee), der Buslinie 21 (Haltestelle Horn) oder der Straßenbahnlinie 4 (Haltestelle Bgm.-Spitta-Allee).

Stadtwerder

Mit einem schönen Blick auf das Wasser läuft es sich direkt viel leichter. Die Ufer der Weser, die sich einmal komplett durch die Stadt zieht, sind daher wie gemacht für eine nette Trainingseinheit. Im Grunde könnt ihr an fast jeder Stelle starten, sofern ihr einfach nur ein Stück hin und wieder zurücklaufen wollt. Schlachte, Überseestadt, Osterdeich – sucht euch ein hübsches Plätzchen aus.

Für einen Rundkurs bietet sich der Stadtwerder zwischen den Armen der Weser an. Startet beispielsweise an der Fahrradbrücke am Buntentorsteinweg und lauft links der Weser nach Osten in Richtung Habenhausen bis zum Ende der kleinen Weser. Hier wechselt ihr die Uferseite und setzt euren Weg gen Westen auf dem Stadtwerder fort. Orientiert euch dabei am Verlauf der (großen) Weser – dann kommt ihr nicht nur am Weser-Stadion vorbei, sondern könnt beim Café Sand kurz die Füße in eben diesen stecken. Steuert anschließend wieder die Fahrradbrücke an, um nach circa 10 Kilometern an euren Ausgangspunkt zurückzukehren. Einige Wege auf dem Stadtwerder sind Privatwege der Kleingartensiedlung. Seid hier also etwas umsichtig und lauft nicht über die Grundstücke der Anlieger.

Blockland

Das ist euch bisher alles nicht weit genug? Bitteschön – im Blockland kommen auch Langstreckenläufer auf ihre Kosten. Ihr startet beim Haus am Walde in der Kurve Parkallee/Universitätsallee und lauft dann geradeaus den Kuhgrabenweg hoch und unter der Autobahnbrücke hindurch. Dahinter startet das Blockland: eine freie Ebene, auf der es nur Wiesen und Gräben gibt, so weit das Auge reicht. Norddeutschland at its best! Einmal außen rum gelaufen, kommt ihr auf etwa 20 Kilometer. Abkürzungen gibt es hier nicht. Wenn ihr die Hälfte geschafft habt, müsst ihr zwangsläufig auch den Rest der Strecke hinter euch bringen. Das Blockland eignet sich daher vor allem für fortgeschrittene Läuferinnen und Läufer, die mit einem Halbmarathon oder mehr liebäugeln.

Warwer Sand

Je weiter man die Stadt hinter sich lässt, desto größer wird die Auswahl an Laufstrecken im Grünen. Wenn ihr ein bisschen Abwechslung sucht, weil ihr euch an Weser und Bürgerpark sattgesehen habt, dann ist das zwar schwer zu glauben, aber auch für diesen Fall haben wir einen Tipp: Zwischen Syke und Harpstedt liegt mit dem Warwer Sand ein schönes Waldgebiet, in dem es sich ganz hervorragend laufen lässt!

Angenehmer, weicher Waldboden trifft hier auf Vogelgezwitscher und den Duft von Kiefernholz. Auch hier könnt ihr die Länge der Strecke variieren und locker bis zu 15 Kilometer laufen. Der Warwer Sand ist Teil des Naturparks Wildeshauser Geest. In der Nähe des Ortes Ristedt ist auch noch ein Teil der namensgebenden Wanderdüne zu sehen. Ein Ausflug in dieses Naturparadies lohnt sich auch abseits sportlicher Ambitionen. Wenn ihr einfach mal abschalten und gemütlich spazieren gehen möchtet, ist dies „the place to be“!

Titelbild: Marcel Ardivan auf Unsplash

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